Man spricht vom „schwarzen Gold“ und meint damit Erdöl. Deshalb ist oft weniger von Erdgas die Rede. Doch Erdgas und Erdöl haben nahezu die gleiche chemische Basis. Sie sind chemisch und auch von der Entstehung her sehr eng verwandt und ähnlich, dass fast alles, was man im geologischen oder petrochemischen Zusammenhang über Öl weiß, genauso auch für das Gas gilt. Das für unser gesamtes Wirtschafts- und Finanzsystem so wichtige „Schmiermittel“ ist in der Hauptsache eine vielfältige Mischung aus gasförmigen, flüssigen und festen Kohlenwasserstoffen.
Erdöl und Erdgas sind unverzichtbare Rohstoffe. Über 100.000 Artikel der Kosmetik,- Chemie,- Pharma- und Kunststoffindustrie enthalten neben den Erzeugnissen der Petrochemie den Basisrohstoff Erdöl und Erdgas. Und diese Entwicklung hat steigende Tendenz. So steigt der Verbrauch der Menschheit an fossilen Rohstoffen Jahr für Jahr unerbittlich an. Im Jahr 1850 wurde damit begonnen, Erdöl als Energiequelle zu nutzen. Damals lebten auf der Erde rund eine Milliarde Menschen. Heute – mit einer Weltbevölkerung von weit über 6 Milliarden Menschen – verbrennen wir Tag für Tag so viele fossile Rohstoffe, wie erst in tausenden von Jahren wieder entstehen können.
Betrachtet man die Entwicklung dieser Rohstoffe im Zusammenhang mit den verarbeitenden Industrien, so hat sich in den letzten 100 Jahren ein fantastisches Zusammenspiel von wirtschaftlichem Wachstum, Wohlstand, Expansion, Globalität und Zuwachs der Weltbevölkerung ergeben. Doch der Run um die verbleibenden ÖL- und Gasreserven hat schon lange begonnen. 51 Erdöl produzierende Länder haben den Zeitpunkt der maximalen Förderung bereits überschritten. 16 weitere stehen direkt davor. Weltweit gibt es über 42.000 Ölfelder. 400 davon enthalten 75 % der gesamten Weltreserven.


























