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Die Maßnahmen am Erdöl- und Erdgasfeld

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Die Maßnahmen am Erdöl- und Erdgasfeld


Die Förderung von Erdöl ist ein äußerst komplexer Prozess, der je nach Beschaffenheit des Erdölfeldes und den jeweiligen geologischen Gegebenheiten unterschiedliche Maßnahmen und eine Vielzahl an technischen Hilfsmitteln erfordert.

Sobald das Erdöl nicht im Tagebau gefördert werden kann (beispielsweise die Ölsandgewinnung in Kanada), müssen unterirdische Vorkommen durch Bohrungen oder erschlossen werden. Zudem können bestehende Förderungen durch zusätzliche Maßnahmen optimiert oder technisch auf den neusten Stand gebracht werden.

Wir haben einige der häufig verwendeten Begriffe erläutert, die im Zusammenhang mit der Förderung von Hydrokarbon -Rohstoffen (u. a. Erdöl und Erdgas) immer wieder genannt werden.

Reworks können als Grundüberholungsarbeiten bezeichnet werden. Sie sind von Produktion zu Produktion verschieden aufwendig. Typische Rework-Maßnahmen sind zum Beispiel der Austausch defekter Förderrohre, Frac-Jobs oder eine teilweise Erneuerung der Oberflächenanlagen wie Separatoren, Tankbatterien und die Verbindungen der Komponenten untereinander.

Waterinjection ist eine weitere wichtige Methode, um den Ölfluss in der Erdöl führenden Gesteinsschicht positiv zu beeinflussen. Beim Injektions-Verfahren wird Wasser unter hohem Druck durch separat angelegte Bohrleitungen zurück in die Erdöl führende Gesteinsschicht (Formation) gepumpt. Hierdurch wird der Druck im Gestein konstant gehalten und damit der Ölfluss zur Bohrlochsohle aufrechterhalten oder verbessert.

Fracturing oder Frac-Jobs werden dann durchgeführt, wenn durch Ablagerungen in der Rohstoff führenden Gesteinsschicht eine Förderung der dort befindlichen Erdölreserven stark behindert wird oder bei Neubohrungen, um Risse und Adern in die Formation zu brechen, damit der Rohstoff zur Quelle fließen und gefördert werden kann.

Unter einem Frac-Job versteht man also die Auflockerung der Formation in dem Bereich der Bohrung, der aufgrund der Messergebnisse die höchstmöglichen Produktionsergebnisse erwarten lässt. Dies geschieht mit großen Mengen bakterienfreiem Wasser, welches mit bestimmten Chemikalien und Frac-Sand angereichert und unter sehr hohem Druck durch den perforierten Zementmantel in die Formation gepresst wird. Ein guter Frac ist der Schlüssel zum Erfolg.

Erweiterungs-Bohrung: Durch die Schaffung zusätzlicher Quellen kann die Förderleistung eines Feldes erhöht werden. Hierbei spricht man von Erweiterungsbohrungen. Voraussetzung allerdings ist, dass die von der RRC/OSC vorgegebenen Mindestabstände zu allen benachbarten Förderanlagen eingehalten werden. Üblicherweise beschäftigen die Operator Spezialunternehmen, weil diese über die langjährige Praxis und Erfahrung verfügen, die erforderlich ist, eine Bohrung mit geringstmöglicher Abweichung senkrecht in und/oder horizontal durch die Formation zu treiben. Angewendet wird üblicherweise das „Rotary- Drilling-Verfahren“. Dabei bohrt sich der am Bohrgestänge befestigte „Drilling Bit“ (Bohrkopf), gekühlt mit speziell hergestelltem Bohrschlamm, durch die Erdschichten bis in die rohstoffhaltige Formation. Die hohen Materialkosten, wie z. B. die diamantenbestückten „Drill Bits“, die auf Zeit geliehenen Bohrtürme (Rigs) oder die hohen Lohnkosten durch den teilweise wochenlangen Einsatz von Experten, können zu großen Abweichungen in der Kostenplanung führen. Daher ist es außerordentlich wichtig, dass die Untersuchungen und Analysen, gestützt auf Gutachten, Messungen und Produktionsdaten umliegender Förderanlagen mit hoher Sorgfalt erfolgen, bevor eine Entscheidung für eine Erweiterungsbohrung getroffen wird.

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